Vor 35 Jahren entstand die Idee, einen Ort zu schaffen, wo Menschen zusammenleben, die Erde verlebendigen und den sozialen Organismus mitgestalten sollten. Ein Friedensprojekt, in dem sich Menschen aus aller Welt treffen sollten. Der Ort, der sich uns aussuchte, war am Rande des größten Truppenübungsplatzes Mitteleuropas im Herzen des Waldviertels. Ein wunderbar verfallener Hof, die Landschaft ausgeräumt und wüstenartig leer. Optimale Voraussetzungen, um einen Samen zu säen, um etwas Neues entstehen zu lassen. Ziel war es, eine wirtschaftlich tragfähige biodynamische Landwirtschaft aufzubauen. Einen Ort, wo Boden, Pflanzen, Tiere und Menschen sich frei entwickeln können. Vor allem sollte es ein Platz des Friedens sein, an dem sich Menschen aus aller Welt, die suchend unterwegs und in Entwicklung sind, Rast machen, sich selbst und anderen begegnen, sich neu orientieren können und auch physisch an der Erde arbeiten können. Die Begleitung der Begegnung des Menschen mit der Erde und der Entwicklung seiner ICH-Kräfte im tätigen Gestalten war und ist wesentlicher Teil unserer Arbeit seit Anbeginn.

Aus dieser Vision leitete sich auch der Name des Hofes ab. Mehr als 1900 Menschen aus über 50 Nationen haben in diesen fast 30 Jahren ihren Weg zum Hof gefunden. Sei es über Demeter, WWOOF, SCI, Waldorfschulen, Freunde oder weil sie zufällig über diesen Ort gestolpert sind. Sie kamen als PraktikantInnen, Lehrlinge oder einfach als Suchende nach neuen Erfahrungen für ihr Leben. Immer stand der Wegwartehof mit seinen BetriebsleiterInnen als Ort des Lernens, des Neuorientierens und des sich selbst Erfahrens bereit, um diese Prozesse zu begleiten.

Als erster Betriebszweig kristallisierte sich bald die Stutenmilch zum Trinken heraus und ab 1999 die Stutenmilchkosmetik, die als erste österreichische Kosmetik Demeter zertifiziert wurde. Es folgten Stutenmilchpulver und -kapseln für Menschen mit gesundheitlichen Problemen wie Neurodermitis oder Problemen des Verdauungstraktes. Stutenmilchkapseln werden auch unterstützend bei schweren Medikationen und bei Schädigungen der Lungenfunktion oder begleitend zur Chemotherapie angewendet. Dazu kam der Kräuteranbau mit der Verarbeitung zu handverlesenen Kräutertees, Kräutersalzmischungen und Sirupen. Die Produkte werden direkt im Hofladen, über den Onlineversand und über Bioläden in ganz Österreich und die umliegenden Länder vertrieben. Kinderreitwochen und spezielle Reitangebote, wo es vor allem um die Beziehung zu dem wunderbaren Wesen Pferd geht und es mit Hilfe des Pferdes zur ICH-Bildung kommt sowie Seminare zu Pferdearbeit sind ebenfalls ein wichtiger Teil unserer Arbeit am Hof.

Anfang der 2000er Jahre wurde der Wegwartehof von der Demeter Arbeitsgruppe Waldviertel als Präparatehof ausgewählt. Seither bietet der Hof Heimat für die große Waldviertler Arbeitsgruppe mit Mitgliedern von Vorarlberg bis zum Plattensee. Bei den jährlich zweimal stattfindenden Präparatetreffen kommen meistens um die 130 Personen zusammen, um gemeinsam die biodynamischen Präparate herzustellen. Seit dieser Zeit treffen sich langjährige Demeter Bäuerinnen und Bauern, Gärtnerinnen und Gärtner, junge Menschen, Betriebe und KonsumentInnen mit an den Präparaten interessierten Menschen aus aller Welt, um gemeinsam an den Präparaten und ihrer Entwicklung zu arbeiten und ihre Erfahrungen auszutauschen.

Nachdem 2012 ein 120 Jahre alter Stadel zu einem großen Seminarraum umgebaut wurde, hat sich der Wegwartehof mehr und mehr zu einem Aus- und Weiterbildungszentrum für die biodynamische Landwirtschaft und Menschen, die an der Entwicklung der Erde mitwirken möchten, aber auch für Klausuren von Sozialeinrichtungen und Betrieben, Yogakurse und regelmäßig stattfindende Kulturveranstaltungen entwickelt. Nachdem unser lieber Nachbar gestorben war, konnten wir 2012 den desolaten Nachbarhof dazukaufen und ihn ab 2020 während der Coronazeit komplett neu aufbauen und fünf, von einem anthroposophischen Tischler künstlerisch gestaltete, Ferienwohnungen errichten. Die mit baubiologischen Materialien hergestellten Wohnungen bieten sich an als Raum zum Zurückziehen und Entspannen, für Retreats und zum ruhig werden in einem harmonischen Ambiente. Ein Spaziergang über die Kräuterfelder gibt die Möglichkeit, die Seele für die Schönheit der Natur zu öffnen. Auch für Familien zum Radfahren und das Erleben des Bauernhofs mit den Pferden, Hühnern und Schafen bietet der Hof viel Platz.

Jedes Jahr in der Raunachtzeit setzen wir uns zusammen, um das vergangene Jahr zu reflektieren und unsere Vision und Mission wieder zu schärfen. Zu schauen was aus der Zukunft auf uns zu kommt, was gebraucht wird in der Welt und was unsere Aufgabe darin ist. Unser zentralstes Anliegen sehen wir in dieser Zeit darin, den Hoforganismus zu stärken, Raum zu geben, um biodynamische Ausbildung und Forschung weiter zu forcieren, ein Akupunkturpunkt für die Heilung dieses wunderbaren Planeten Erde zu sein. Ein Ort, an dem freie Entwicklung von Boden, Pflanze, Tier und Mensch stattfinden kann, wo Kulturentwicklung mit neuen zeitgemäßen Ritualen passieren kann, im Austausch mit einem großen regionalen und weltweiten Netzwerk.  Seit Herbst 2022 sind wir auch Mitglied der Regionalwert AG.

Dabei wurde immer klarer, dass für eine gesunde Weiterentwicklung ein stabiles Team notwendig ist. Wir sehen es als wichtige Aufgabe an, an der der Entwicklung einer Atmosphäre zu arbeiten um immer mehr ein Ort zu werden an dem Menschen sich einbringen können, um die künftigen Entwicklungen der Hofindividualität verantwortungsvoll mitzutragen. Nachdem mit Desiree 2017 die nächste Generation am Hof Platz genommen hat, umfasst das Team mittlerweile zehn Personen mit einem Lehrling. Davon leben die meisten am Hof und mehr und mehr interessierte Menschen wollen eine Ausbildung in biodynamischer Agrikultur beginnen oder ganz in die Hofgemeinschaft einsteigen und die Entwicklung des Hofes und der Demeter Landwirtschaft mitgestalten. Auch alte Menschen haben hier Ihren Platz für Ihren Lebensabend gefunden und so leben mittlerweile seit vielen Jahren alle Altersgruppen am Hof. Für eine gesunde Entwicklung ist es notwendig, weiteren Wohnraum zu schaffen, damit mehr Menschen, ältere wie jüngere, hier auch in Zukunft Platz finden können, um im Einklang mit der Natur und der Entwicklung des Hofes hier leben können.

HERMES-Österreich unterstützt und begleitet diesen Prozess der Weiterentfaltung des Wegwartehofes seit vielen Jahren.

Vor 35 Jahren entstand die Idee, einen Ort zu schaffen, wo Menschen zusammenleben, die Erde verlebendigen und den sozialen Organismus mitgestalten sollten. Ein Friedensprojekt, in dem sich Menschen aus aller Welt treffen sollten. Der Ort, der sich uns aussuchte, war am Rande des größten Truppenübungsplatzes Mitteleuropas im Herzen des Waldviertels. Ein wunderbar verfallener Hof, die Landschaft ausgeräumt und wüstenartig leer. Optimale Voraussetzungen, um einen Samen zu säen, um etwas Neues entstehen zu lassen. Ziel war es, eine wirtschaftlich tragfähige biodynamische Landwirtschaft aufzubauen. Einen Ort, wo Boden, Pflanzen, Tiere und Menschen sich frei entwickeln können. Vor allem sollte es ein Platz des Friedens sein, an dem sich Menschen aus aller Welt, die suchend unterwegs und in Entwicklung sind, Rast machen, sich selbst und anderen begegnen, sich neu orientieren können und auch physisch an der Erde arbeiten können. Die Begleitung der Begegnung des Menschen mit der Erde und der Entwicklung seiner ICH-Kräfte im tätigen Gestalten war und ist wesentlicher Teil unserer Arbeit seit Anbeginn.

Aus dieser Vision leitete sich auch der Name des Hofes ab. Mehr als 1900 Menschen aus über 50 Nationen haben in diesen fast 30 Jahren ihren Weg zum Hof gefunden. Sei es über Demeter, WWOOF, SCI, Waldorfschulen, Freunde oder weil sie zufällig über diesen Ort gestolpert sind. Sie kamen als PraktikantInnen, Lehrlinge oder einfach als Suchende nach neuen Erfahrungen für ihr Leben. Immer stand der Wegwartehof mit seinen BetriebsleiterInnen als Ort des Lernens, des Neuorientierens und des sich selbst Erfahrens bereit, um diese Prozesse zu begleiten.

Als erster Betriebszweig kristallisierte sich bald die Stutenmilch zum Trinken heraus und ab 1999 die Stutenmilchkosmetik, die als erste österreichische Kosmetik Demeter zertifiziert wurde. Es folgten Stutenmilchpulver und -kapseln für Menschen mit gesundheitlichen Problemen wie Neurodermitis oder Problemen des Verdauungstraktes. Stutenmilchkapseln werden auch unterstützend bei schweren Medikationen und bei Schädigungen der Lungenfunktion oder begleitend zur Chemotherapie angewendet. Dazu kam der Kräuteranbau mit der Verarbeitung zu handverlesenen Kräutertees, Kräutersalzmischungen und Sirupen. Die Produkte werden direkt im Hofladen, über den Onlineversand und über Bioläden in ganz Österreich und die umliegenden Länder vertrieben. Kinderreitwochen und spezielle Reitangebote, wo es vor allem um die Beziehung zu dem wunderbaren Wesen Pferd geht und es mit Hilfe des Pferdes zur ICH-Bildung kommt sowie Seminare zu Pferdearbeit sind ebenfalls ein wichtiger Teil unserer Arbeit am Hof.

Anfang der 2000er Jahre wurde der Wegwartehof von der Demeter Arbeitsgruppe Waldviertel als Präparatehof ausgewählt. Seither bietet der Hof Heimat für die große Waldviertler Arbeitsgruppe mit Mitgliedern von Vorarlberg bis zum Plattensee. Bei den jährlich zweimal stattfindenden Präparatetreffen kommen meistens um die 130 Personen zusammen, um gemeinsam die biodynamischen Präparate herzustellen. Seit dieser Zeit treffen sich langjährige Demeter Bäuerinnen und Bauern, Gärtnerinnen und Gärtner, junge Menschen, Betriebe und KonsumentInnen mit an den Präparaten interessierten Menschen aus aller Welt, um gemeinsam an den Präparaten und ihrer Entwicklung zu arbeiten und ihre Erfahrungen auszutauschen.

Nachdem 2012 ein 120 Jahre alter Stadel zu einem großen Seminarraum umgebaut wurde, hat sich der Wegwartehof mehr und mehr zu einem Aus- und Weiterbildungszentrum für die biodynamische Landwirtschaft und Menschen, die an der Entwicklung der Erde mitwirken möchten, aber auch für Klausuren von Sozialeinrichtungen und Betrieben, Yogakurse und regelmäßig stattfindende Kulturveranstaltungen entwickelt. Nachdem unser lieber Nachbar gestorben war, konnten wir 2012 den desolaten Nachbarhof dazukaufen und ihn ab 2020 während der Coronazeit komplett neu aufbauen und fünf, von einem anthroposophischen Tischler künstlerisch gestaltete, Ferienwohnungen errichten. Die mit baubiologischen Materialien hergestellten Wohnungen bieten sich an als Raum zum Zurückziehen und Entspannen, für Retreats und zum ruhig werden in einem harmonischen Ambiente. Ein Spaziergang über die Kräuterfelder gibt die Möglichkeit, die Seele für die Schönheit der Natur zu öffnen. Auch für Familien zum Radfahren und das Erleben des Bauernhofs mit den Pferden, Hühnern und Schafen bietet der Hof viel Platz.

Jedes Jahr in der Raunachtzeit setzen wir uns zusammen, um das vergangene Jahr zu reflektieren und unsere Vision und Mission wieder zu schärfen. Zu schauen was aus der Zukunft auf uns zu kommt, was gebraucht wird in der Welt und was unsere Aufgabe darin ist. Unser zentralstes Anliegen sehen wir in dieser Zeit darin, den Hoforganismus zu stärken, Raum zu geben, um biodynamische Ausbildung und Forschung weiter zu forcieren, ein Akupunkturpunkt für die Heilung dieses wunderbaren Planeten Erde zu sein. Ein Ort, an dem freie Entwicklung von Boden, Pflanze, Tier und Mensch stattfinden kann, wo Kulturentwicklung mit neuen zeitgemäßen Ritualen passieren kann, im Austausch mit einem großen regionalen und weltweiten Netzwerk.  Seit Herbst 2022 sind wir auch Mitglied der Regionalwert AG.

Dabei wurde immer klarer, dass für eine gesunde Weiterentwicklung ein stabiles Team notwendig ist. Wir sehen es als wichtige Aufgabe an, an der der Entwicklung einer Atmosphäre zu arbeiten um immer mehr ein Ort zu werden an dem Menschen sich einbringen können, um die künftigen Entwicklungen der Hofindividualität verantwortungsvoll mitzutragen. Nachdem mit Desiree 2017 die nächste Generation am Hof Platz genommen hat, umfasst das Team mittlerweile zehn Personen mit einem Lehrling. Davon leben die meisten am Hof und mehr und mehr interessierte Menschen wollen eine Ausbildung in biodynamischer Agrikultur beginnen oder ganz in die Hofgemeinschaft einsteigen und die Entwicklung des Hofes und der Demeter Landwirtschaft mitgestalten. Auch alte Menschen haben hier Ihren Platz für Ihren Lebensabend gefunden und so leben mittlerweile seit vielen Jahren alle Altersgruppen am Hof. Für eine gesunde Entwicklung ist es notwendig, weiteren Wohnraum zu schaffen, damit mehr Menschen, ältere wie jüngere, hier auch in Zukunft Platz finden können, um im Einklang mit der Natur und der Entwicklung des Hofes hier leben können.

HERMES-Österreich unterstützt und begleitet diesen Prozess der Weiterentfaltung des Wegwartehofes seit vielen Jahren.

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+43-2825-7248

Andreas Höritzauer
Brigitte El Mongi
Desiree El Mongi

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